Sprachhilfe in der Schule

Grundprinzipien der schulischen Sprachförderung nach dem Denkendorfer Modell

 

1. Die Kleingruppe

Die Sprachhilfe findet schulbegleitend in der Kleingruppe statt, außerhalb der Schulstunden, in der Regel in den Räumen der Schule.

2. Offene vertrauensvolle Atmosphäre

Grundvoraussetzung für eine effektive Sprachförderung ist eine offene vertrauensvolle Atmosphäre, in der die Fragen und Probleme der SchülerInnen thematisiert werden können.

3. Zusammenarbeit mit der Schule

Die Sprachhilfe nach dem Denkendorfer Modell verfolgt kein vorgegebenes Sprachförderprogramm, sondern richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der SchülerInnen und versucht eine Brücke zu schlagen zu den Anforderungen der Schule. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Schule.

4. Leseverständnis

Die Bewältigung des schulischen Alltags und später ein erfolgreicher Schulabschluss sind ohne differenzierte Lesekompetenz nicht möglich. Die Sprachhilfe versucht die Lust am Lesen durch anregende Lektüre und Hilfen zum Leseverständnis zu fördern.

5. Ermunterung zu eigenen Sätzen und Texten

Ebenso wichtig ist die Fähigkeit Sachverhalte angemessen und schriftlich auszudrücken. Die Fähigkeit zu eigenen Sätzen und Texten wird an wachsenden Aufgabenstellungen unterschiedlichster Art geübt, wobei auf korrekte Schreibung zwar geachtet wird; auf der Rechtschreibung liegt aber nicht der Schwerpunkt beim Schreiben in der Sprachhilfe. Das Hauptinteresse gilt der Ermunterung zu eigenen Sätzen und Texten.

6. Emanzipierende Sprachförderung

Leitender Gedanke der Sprachhilfe nach dem Denkendorfer Modell ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Die Sprachhilfe versteht sich als eine emanzipierende Sprachförderung, die die SchülerInnen zu selbständigem Arbeiten anleitet, ihnen Lernstrategien vermittelt und ihnen Methoden und Hilfsmittel zur Erweiterung ihrer Sprachkompetenz zeigt.

7. Interesse und Akzeptanz für Sprache und Kultur

Die  Sprachförderkraft zeigt Interesse und Akzeptanz für die jeweilige Herkunftssprache und Herkunftskultur und ermuntert die Familien die eigene Sprache zu pflegen.